...setzt sich aus drei altkoreanischen Wörtern zusammen:
- Taeim Sprung treten
- kennzeichnet die Beintechniken
- KwonFaust
- weist auf die Handtechniken hin
- DoWeg, Kunst
- kennzeichnet den körperlichen und geistigen Reifeprozess
Taekwondo kann zurecht als Ganzkörpersportart bezeichnet werden.
Es kommt aber auch die geistige Ausbildung während des Trainings nicht zu kurz.
Dazu zählt z.B. die Steigerung der Konzentrationsfähigkeit,
Entwicklung von Persönlichkeit und Beschlussfähigkeit,
Selbständigkeit und erhöhtes Verantwortungsbewusstsein.
Geschichte des Taekwondo
Die koreanische Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung hat ihren Ursprung in Kampfspielen und Wettkämpfen, die durchgeführt wurden, um Körper und Geist zu immer höheren Leistungen zu befähigen und somit den Kampf um Nahrung und Leben besser bestehen zu können.
Das Taekyon (ein alter Name für Taekwondo) entwickelte sich vor ca. 2000 Jahren während der Koguryo-Dynastie aus Angriffs- und Verteidigungstechniken aus der Tierwelt, die ein sehr wirkungsvolles Kampfsystem darstellten.
Etwa zur gleichen Zeit entwickelte sich in der Silla-Dynastie das
Hwarang Do, das eine komplette Lebensphilosophie darstellte, in der
die Ritter sich fast ausschließlich der Jagd, dem Studium und den
Kampfkünsten widmeten.
Während der Koryo- und Yi-Dynastie entstand das Subak, eine Kampfkunst,
die sich sowohl als gesund erhaltene Gymnastik, als auch aufgrund ihres
militärischen Wertes schnell großer Beliebtheit erfreute und
bald schon auch vom einfachen Volk betrieben wurde.
Aus diesen oben genannten Stilrichtungen entstand das heutige Taekwondo,
dessen Begründer General Choi Hong Hi (9.DAN) ist.
Sein Werk (Lehrbuch Taekwondo von General Chi Hong Hi) wurde zur Grundlage
einer einheitlichen Ausbildung und Lehre in aller Welt.
Im Jahre 1955 gab er den Namen Taekwondo offiziell bekannt.
In Deutschland wurde Taekwondo erstmals 1965 durch koreanische Großmeister vorgeführt und verbreitet.
Taekwondo ist der koreanische Nationalsport und dürfte spätestens seit den Olympischen Spielen 1990 in Seoul einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben.
Taeryon
Es wird oft der abgesprochene Ein-, Zwei- und Dreischrittkampf (Ilbo, Ibo Sambo Taeryon) angesehen, der allerdings nur eine Vorübung zum Freikampf und zur Selbstverteidigung darstellt und vor allem die Abstandskontrolle und das Timing fördern soll.
Kyek-Pa
Der Kyek-Pa testet die Präzision und Wirkung der Hand- und Fußtechniken des Sportlers. Je nach Alter wird er auf Fichtenbretter (30x30 cm) unterschiedlicher Dicke durchgeführt.
Hosinsul
Hier werden die angelernten Abwehr- und Angriffstechniken unter fachlicher Anleitung
mit dem Trainingspartner geübt.
Schwerpunkte werden unter anderem im psychischen Bereich gesetzt.
Jayu-Kyorugi
Der sportliche Wettkampf mit Vollkontakt über drei Runden, durchgeführt nach den Regeln der World Taekwondo Federation (WTF), mit Schutzbekleidung, fordert von Athleten hervorragendes Können, Kondition, Mut, blitzschnelle Reaktion und Selbstdisziplin.
Poomsae
Bei den Formen handelt es sich um einen vorgeschriebenen Bewegungsablauf,
indem spezielle Abwehr- und Angriffstechniken gegen einen imaginären
Gegner ausgeführt werden.
Bei der Vorführung ist es wichtig, dass sie so vorgeführt wird,
dass der Zuschauer erkennen kann, wie sich der Taekwondoka gegen einen
imaginären Angreifer verteidigt.
Eine gut vorgetragene Form erzeugt in dem Zuschauer die Illusion,
dass der Läufer einen Kampf ausficht.